Dienstag, 20. Januar 2009

Hausverlosungen - die Katze im Sack?

Die in jüngster Zeit sehr beliebten Hausverlosungen
können sich aus steuerlicher Sicht schnell als Kostenfalle entpuppen.
Auch wenn die Idee für Verkäufer und Käufer verlockend klingt,
bleiben die damit verbundenen hohen Kosten häufig unberücksichtigt.
"Ich stehe dieser Art von Geschäften kritisch gegenüber, da noch
viele rechtliche Fragen offen sind und es für beide Seiten brenzlig
werden kann. So wird von den Verkäufern oft unterschätzt, dass sie
auf jeden Lospreis sehr hohe Gebühren zahlen müssen" warnt Andreas
Wollein, Maklersprecher des Österreichischen Verbands der
Immobilientreuhänder.
"Die Versuchung ist natürlich groß, mit ein wenig Glück zum
Spottpreis ein komplettes Haus zu bekommen. Bei den potentiellen
Kaufanwärtern sollten aber die Alarmglocken läuten. Schließlich muss
man sich fragen, warum der Besitzer die zur Disposition stehende
Immobilie nicht auf herkömmlichen Weg losgeworden ist" gibt Andreas
Wollein zu bedenken.
Nicht unterschätzt werden sollten auch die laufenden Kosten einer
Immobilie - vor allem dann, wenn man selbst gar nicht beabsichtigt,
die Immobilie zu nutzen. Neben der zu entrichtenden
Grunderwerbsteuer, fallen auch bei einer Leerstehung laufende
Instandhaltungs- und Betriebskosten an. Weiters bedacht werden muss,
dass ein nachträglicher Verkauf der Spekulationssteuer unterliegt.
Nach der ersten Euphorie, die von der Medienberichterstattung
unterstützt wird, wird dieses Verkaufsmodell bald zum Ladenhüter
degradieren. Verkäufer laufen dann Gefahr, auf den Vermarktungskosten
sitzen zu bleiben.
Rückfragehinweis:

Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder