Freitag, 25. September 2009

Jackpot geknackt: Gewinnwarnung bei Tipp24

Jackpot geknackt: Gewinnwarnung bei Tipp24
EBIT-Prognose fällt um ein Viertel geringer aus - Aktie verliert an Wert

Tipp24 muss fallenden Aktienkurs in Kauf nehmen (Foto: pixelio.de,
Andreas Morlok)
Hamburg (pte/24.09.2009/16:15) - Der zweithöchste Einzelgewinn in der
deutschen Lottogeschichte über 31,7 Mio. Euro wird dem
Internet-Lotterie-Anbieter Tipp24 http://www.tipp24.de zum Verhängnis.
Da man sich offenbar nicht gegen einen Gewinn in dieser Höhe
abgesichert hat, mussten die Hamburger nun eine Gewinnwarnung
herausgeben. Hintergrund für die plötzliche Korrektur der
EBIT-Prognose für das laufende Geschäftsjahr um zehn Mio. Euro nach
unten auf mindestens 30 Mio. Euro ist die britische Tochter
MyLotto24.Ltd. Die zu 100-prozentige Tipp24-Firma bietet aufgrund des
deutschen Internet-Lotto-Verbots eine Zweitlotterie an, die das
deutsche Lotto mit seinen Gewinnquoten abbildet. Die
Versicherungsprämie deckt aber nicht alles ab.

"Dass es zu solchen hohen Jackpots kommen kann, bringt die Natur des
Geschäfts mit sich. Ich gehe für Tipp24 aber davon aus, dass man über
ein entsprechendes Risikomanagement verfügt und Jackpots zu zwei
Dritteln absichert", erklärt Jochen Reichert von SES Research
http://www.ses-research.de im Gespräch mit pressetext. Der auf
Lotto-Aktien spezialisierte Analyst weist darauf hin, dass die
EBIT-Absenkung ohne adäquate Absicherungsgeschäfte wahrscheinlich noch
viel höher ausgefallen wäre. Auch sei es "statistisch gesehen mehr als
unwahrscheinlich", dass sich in den nächsten Jahren erneut ein solch
großer Jackpot anhäuft. Während Tipp24 schwitzt, gab der Gewinner des
"normalen" Lottos nur 10,75 Euro aus.

Obwohl Tipp24 bis Jahresende nicht mehr so viel Gewinn einstreichen
wird, wie ursprünglich geplant, behält man die Umsatzprognose in der
Höhe von mindestens 85 Mio. Euro weiter bei - für Reichert ein gutes
Zeichen. "MyLotto24.Ltd kann die hohe Gewinnsumme stemmen - in Zeiten
der Krise nicht für jeden Marktteilnehmer möglich", unterstreicht der
Fachmann auf Nachfrage von pressetext. Weniger erfreut dürften
hingegen die Aktionäre über die heutigen Neuigkeiten sein. Bei
Redaktionsschluss dieser Meldung (16:10 Uhr) notiert die Tipp24-Aktie
mit 7,32 Prozent im Minus bei 23,67 Euro. Reichert nach ist die
EBIT-Prognosensenkung ein wenig übertrieben. Folgegewinne werde man
mühelos über Einnahmen finanzieren können.

MyLotto24.Ltd muss in der von ihr angebotenen Zweitlotterie einen
Hauptgewinn von 31,7 Mio. Euro ausschütten. Da das Unternehmen aber
längst nicht auf das gleiche Volumen wie die deutschen
Lotteriegesellschaften kommt, gehören geknackte Jackpots in gewisser
Weise zum Berufsrisiko. Denn trotz geringerer Einnahmen muss man
gleiche Gewinne ausbezahlen. Das Unternehmen ist hingegen nur zum Teil
durch Sicherungsgeschäfte dagegen gewappnet. Damit geht das
Unternehmen aber sportlich um. Sollte es zu statistisch ungewöhnlich
hohen oder häufigen Gewinnausschüttungen kommen, würde man die zuvor
in Aussicht gestellten Jahresziele nicht erreichen, teilte Tipp24 mit.
Für die Aktionäre freilich ein schwacher Trost.

Mittwoch, 12. August 2009

Life | Die Abzocke im Merkur Supermarkt

Ab und zu kann man ja auch mal eine Kritik an sogaenannten "Top-Aktionen" posten: :-(
Life Die Abzocke im Merkur Supermarkt: "Es ist verdammt hart, der Beste im Abzocken zu sein. Der neue Merkur Slogan? Ich habe heute zum dritten Mal innerhalb von fünf Wochen ein höchst unangenehmes Einkaufserlebnis im Merkur Supermarkt gehabt. Es lief immer nach demselben Schema ab. Groß und auffällig steht im Regal bei einem Produkt 'Nimm mehr, zahl weniger'. Die Preise bei solchen Angeboten sind meistens verlockend. Ganz"

Dienstag, 20. Januar 2009

Hausverlosungen - die Katze im Sack?

Die in jüngster Zeit sehr beliebten Hausverlosungen
können sich aus steuerlicher Sicht schnell als Kostenfalle entpuppen.
Auch wenn die Idee für Verkäufer und Käufer verlockend klingt,
bleiben die damit verbundenen hohen Kosten häufig unberücksichtigt.
"Ich stehe dieser Art von Geschäften kritisch gegenüber, da noch
viele rechtliche Fragen offen sind und es für beide Seiten brenzlig
werden kann. So wird von den Verkäufern oft unterschätzt, dass sie
auf jeden Lospreis sehr hohe Gebühren zahlen müssen" warnt Andreas
Wollein, Maklersprecher des Österreichischen Verbands der
Immobilientreuhänder.
"Die Versuchung ist natürlich groß, mit ein wenig Glück zum
Spottpreis ein komplettes Haus zu bekommen. Bei den potentiellen
Kaufanwärtern sollten aber die Alarmglocken läuten. Schließlich muss
man sich fragen, warum der Besitzer die zur Disposition stehende
Immobilie nicht auf herkömmlichen Weg losgeworden ist" gibt Andreas
Wollein zu bedenken.
Nicht unterschätzt werden sollten auch die laufenden Kosten einer
Immobilie - vor allem dann, wenn man selbst gar nicht beabsichtigt,
die Immobilie zu nutzen. Neben der zu entrichtenden
Grunderwerbsteuer, fallen auch bei einer Leerstehung laufende
Instandhaltungs- und Betriebskosten an. Weiters bedacht werden muss,
dass ein nachträglicher Verkauf der Spekulationssteuer unterliegt.
Nach der ersten Euphorie, die von der Medienberichterstattung
unterstützt wird, wird dieses Verkaufsmodell bald zum Ladenhüter
degradieren. Verkäufer laufen dann Gefahr, auf den Vermarktungskosten
sitzen zu bleiben.
Rückfragehinweis:

Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder